Bericht über den 5. Nationalen Patiententag in Bern

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Brigitta
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Bericht über den 5. Nationalen Patiententag in Bern

#1 Beitrag von Brigitta » 05.11.2006 20:35

Bericht über den 5. Nationalen Patiententag im Inselspital Bern

Zum fünften Mal seit 2002 wurde am 26. Oktober 2006 der Nationale Patiententag
im Inselspital Bern durchgeführt.
Trotz der stetig wachsenden Teilnehmerzahl, hat der Patiententag seinen familiären
Charakter bewahrt.
Unzählige Bekannt- und Freundschaften sind bis jetzt aus diesem Anlass hervorgegangen,
sogar der Grundsteine für diverse Selbsthilfegruppen wurden hier gelegt.
Das Wissen über die eigene und andere, seltene rheumatischen Krankheiten wurden
bei jedem Patiententag hervorragend vermittelt, so dass man weiss auf welche Dinge und Warnsymptome man achten muss.

Hauptvorträge zu den Themen Konnektivitis und Vaskulitis waren dieses Jahr:

-Die Plumonale Hypertonie (Unerklärte Atemnot) (PAH)

-Vaskulitis-Rheuma des Gefässsystemes

-Charakteristika einzelner Krankheitsbilder

Nach den Hauptvorträgen konnten 4 verschiedene interessante Workshops besucht werden.
Die Themen mussten schon bei der Anmeldung aus einem riesigen Angebot ausgewählt werden.
Die Workshops waren über den ganzen Tag verteilt. Dadurch erhielt man eine grosse Fülle an Informationen.

Nachdem letztes Jahr der Nordic-Walking-Schnupperkurs neu dazugekommen war und er so einen durchschlagenden Erfolg hatte, wurden dieses Jahr gleich zwei Schnupperkurse angeboten.
Ganz neu und auch schon heiss begehrt war der Untersuchungspostenlauf.
Geprüft wurden der Blutdruck, das Gehör, der Urin und die Blutgefässe an den Fingern.
Durch die Videokapillaroskopie wurden die kleinsten Gefässe an den Fingern
nach Megakapillaren, Blutungen und Knäuel untersucht.
Diese relativ neue Untersuchungstechnik ist sehr aussagekräftig.
Je nach Veränderung der Kapillaren können verschiedene rheumatische Krankheiten
diagnostiziert werden.

Die von Frau Dr. Clarissa Bachmeier durchgeführten Sjögren-Workshops waren so
interessant, dass die Zeit, die zu Verfügung stand, wie im Flug verging.
Leider konnte sie uns dann nicht mehr alle Neuigkeiten von den verschiedenen
Sjögren-Kongressen mitteilen, wie sie es eigentlich beabsichtigt hatte.

Ich habe die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

1. Trinken Sie genügend, aber nicht zu oft, da sonst das Speicheleiweiss „Mucin“,
welches die Schleimhäute feucht hält, ausgewaschen wird.

2.Die tägliche Mundhygiene ist für die Sjögrenpatienten sehr wichtig,
weil durch die Veränderung des Speichels sich relativ schnell Karies bilden kann.
Kauen Sie zucker- und säurefreie Speichelstimulantien. Verwenden Sie Mundspülungen und Mund-Gels gegen Mundtrockenheit. Verwenden Sie nur Zahnpasten ohne Abrasiva.
Gehen Sie alle drei bis sechs Monate zur Dentalhygienikerin.
Befeuchten Sie Augen, Mund und Nase nicht erst wenn sie trocken sind.
Unbedingt in der kalten Jahreszeit zusätzlich Luftbefeuchter in den Wohnräumen installieren.


Wichtige Neuigkeit!

Weiter teilte uns Frau Dr. Bachmeier mit, dass die Krankenkassen verpflichtet sind,
sich an unseren Dentalhygienikerinnen und Zahnarztkosten aufgrund unserer Krankheit zu beteiligen. Wir benötigen dazu ein Attest vom Zahnarzt und Arzt und reichen diese mit der Rechnung ein.
Wenn das keine gute neue Nachricht ist.


Den Hauptvortrag am Nachmittag hielt Herr Prof. Dr. Jürg Kesselring; Chefarzt Neurologie
von der Klinik Valens.


Thema “Wie und warum lacht der Mensch“

Ich erlaube mir, aus diesem hervorragenden Vortrag speziell den Hinweis auf die positiven Aspekte für die Gesundheit durch das herzliche Lachen, hervorzuheben.
- Die Tränendrüsen werden aktiviert,
- Das Immunsystem wird angeregt,
- Es kommt zu einer günstigen Hormonveränderung,
- Schmerzen werden verringert,
- Muskelverspannungen gelöst,
- Ausserdem senkt das Lachen auch noch den Blutdruck.

Und zum Schluss noch ein Witz, damit ihr alle gleich mit dem Üben anfangen könnt:
Pünktlich zum Monatsersten verlangt die Frau Professor von ihrem Mann ihr Wirtschaftsgeld.
Von der Küche aus ruft sie ins Arbeitszimmer: „Wilhelm - der Erste!“
Prompt tönt es zurück: „1861 bis 1888.

Vielen Dank an das ganze mitwirkende Team für die hervorragende Gestaltung, des 5. Nationalen Patiententages!

Brigitta

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